
Hamburg entscheidet sich gegen schwarz-grüne Bildungsideologien – und das ist auch gut so!
Christoph Meyer, Fraktionsvorsitzender, und Mieke Senftleben, bildungspolitische Sprecherin im Abgeordnetenhaus von Berlin, erklären zum gestrigen Ergebnis des Volksentscheids gegen die Einführung von Primarschulen in Hamburg:
„Die FDP-Fraktion Berlin freut sich über das aktuelle Ergebnis des Volksentscheids in Hamburg gegen die Einführung von Primarschulen und gratuliert der Initiative „Wir wollen lernen" und ihren Unterstützern zu ihrer hervorragenden Arbeit. Bei dem aktuellen Volksentscheid in Hamburg ging es aber nicht nur um die Ablehnung von Teilen einer insgesamt fragwürdigen schwarz-grünen Bildungsreform auf Landesebene.
Nach dem gewonnenen Volksentscheid für den Erhalt der vierjährigen Grundschule wird erneut deutlich, dass Eltern besser auf die Ratschläge von Bildungsforschern hören, als grüne und rot-rote Bildungspolitiker. Individuelle Förderung und dafür ausgebildete Lehrer mit passenden Unterrichtskonzepten - das mahnt PISA seit 2001 an, unabhängig von Strukturfragen.
Bei Grünen, Linken und Sozialdemokraten gibt es aber seit Jahren nur die Neuauflage der ideologischen Schulstrukturdebatte aus den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts.
Die Einheitsschule ist aber eben nicht die Lösung! Das längere gemeinsame Lernen bringt ohne die richtigen pädagogischen Konzepte auch nichts für bildungsbenachteiligte Schüler, sondern ist ideologische Augenwischerei: Berlin hat die 6-jährige Grundschule seit Langem und ist stets auf dem Abstiegsplatz, wenn es um die Bildungschancengerechtigkeit geht!
Das beweisen ein ums andere Mal Bildungsforschungsergebnisse wie IGLU (2008) oder der aktuelle nationale Vergleich der KMK-Bildungsstandards (2010).
Wie in Hamburg, müssen auch in Berlin die Bildungspolitiker von SPD, Linken und Grünen, im Hinblick auf die Wahl im nächsten Jahr auf folgende Fragen eindeutige Antworten geben:
Wollen wir für Berlin ein Bildungssystem mit vielfältigen Schulformen und individuellen Fördermöglichkeiten, bei der die Eltern entscheiden, auf welche weiterführende Schule ihr Kind geht - oder bekommen wir perspektivisch flächendeckende Einheitsschulen?
Wollen wir für Berlin erfolgreiche und leistungsfähige Gymnasien, oder werden die Gymnasien aus ideologischen Gründen eingeschrumpft und in Ihrer Existenz bedroht?
Der FDP-Fraktion Berlin geht es dabei grundsätzlich nicht darum, notwendige Reformen zu verweigern, sondern in der Bildungspolitik vor allem unideologisch und pragmatisch zum Wohl der Kinder nach vorn zu schauen. Wir wollen die Bildungsqualität steigern, die Eigenverantwortung der Schulen stärken und die Finanzierung effizienter gestalten. Die verpflichtende Einführung von einheitlichen Lernangeboten, z.B. JÜL, ist der falsche Weg. Es entstehen organisatorische Probleme statt ganzheitliche Lösungen. Unter dem Deckmantel der sozialen Gerechtigkeit wird das Bildungsniveau gesenkt.
Berlin braucht ein liberales Schulsystem, das Wahlmöglichkeiten und Wettbewerb zulässt und damit Qualität fördert."
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