Berlin kann nicht warten.
 
PM-Nummer: 196
28. Juli 2010

Reduzierung des Begleitservices im ÖPNV ist ungerecht und inakzeptabel!

S-Bahn soll Projektkosten als Entschädigungsaktion komplett übernehmen

Sylvia Maria von Stieglitz, seniorenpolitische Sprecherin der FDP-Fraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin, erklärt zur aktuellen Reduzierung des VBB-Bus- und Bahn-Begleitservices für ältere und behinderte Menschen:

„Die vom VBB geplante Reduzierung des Bus- und Bahn-Begleitservice zur notwendigen Unterstützung von älteren und behinderten Fahrgästen bei der Nutzung des ÖPNV, ist sehr bedauerlich und in dieser Form inakzeptabel.

Anstatt dieses seit Oktober 2008 bewährte gute Serviceangebot unter den fragwürdigen Finanzierungsmodellen des ÖBS notleiden zu lassen, sollte die S-Bahn Berlin GmbH kurzfristig die komplette Ausfinanzierung des Projektes übernehmen.
Dabei sollte sich die vom VBB geplante Projektgröße des Begleitservices und die notwendige Mitarbeiterzahl an der tatsächlichen Nachfrage orientieren.

Im Rahmen Ihrer ursprünglichen Entschädigungsregelungen hatte die S-Bahn bereits die Zusage zur Übernahme der Sachkosten des Projektes für drei Jahre gegeben. Nach den nunmehr weiteren hitzebedingten Zugausfällen in den letzten Wochen und dadurch weiterhin kontinuierlichen Betriebseinschränkungen bei der Berliner S-Bahn wäre die kurzfristige Kostenübernahme des Bus- und Bahnbegleitservices durch die S-Bahn GmbH eine glaubwürdige und faire Geste des Entgegenkommens und der Entschuldigung gegenüber den Kunden des Berliner ÖPNV.

Wir fordern den Senat auf, sich zeitnah bei der S-Bahn GmbH für die Kostenübernahme des Begleitservices einzusetzen, damit die geplante Reduzierung des Angebotes für ältere und behinderte Menschen noch verhindert werden kann.

Mobilität für alle Bürger, unabhängig von Alter oder Behinderungen, ist Voraussetzung für die positive Entwicklung der Stadt. Die FDP-Fraktion steht für eine bürgernahe, zukunftsfähige Verkehrspolitik, die die Wahlfreiheit aller Bürger bei der Nutzung der verschiedenen Verkehrsmittel unterstützt und respektiert."

Sylvia Maria von Stieglitz | Steglitz/Zehlendorf

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